Kennen Sie das? Im Spiegel sehen Sie großartig aus, auf den Fotos wirkt alles flach. Das bilden Sie sich nicht ein. Die Kamera sieht Make-up anders als das menschliche Auge. Licht, Objektive und Blitz verändern Farbe, Textur und Kontrast. So wirkt Make-up vor der Kamera – bei Portraits, Business-Fotos und Content-Shootings.
Warum die Kamera anders sieht
- Kontrast geht verloren: eine sanfte Definition, die live perfekt aussieht, kann auf dem Foto verschwinden
- Glanz wird stärker: ein leichter Glow wird im Studiolicht zur glänzenden Stelle
- Textur wird schärfer: hochauflösende Kameras zeigen jede trockene Stelle und jede schwere Schicht
Haut: ebenmäßig, nicht maskenhaft
Das Ziel ist Haut, die wie Haut aussieht – nur besser. Bereiten Sie sie gut vor, arbeiten Sie in dünnen Schichten und korrigieren Sie nur, wo es nötig ist. Zu viel Foundation wirkt in Nahaufnahmen schwer, zu wenig lässt Rötungen und Schatten zurück, die das Licht noch verstärkt.
Vorsicht mit LSF und schweren Fixierpudern, wenn mit Blitz fotografiert wird. Manche Inhaltsstoffe reflektieren den Blitz und erzeugen einen weißen Schleier im Gesicht. Für Foto-Make-up wähle ich Produkte, die sich bei Blitzlicht bewährt haben.
Glanz an den richtigen Stellen kontrollieren
Ein sanfter Glow auf den Wangenknochen wirkt frisch. Glanz auf Stirn, Nase und Kinn wirkt wie Schweiß. Pudern Sie diese Bereiche leicht ab und halten Sie zwischen den Aufnahmen Blotting Papers bereit.
Augenbrauen und Augen rahmen das Gesicht
Augenbrauen sind der Rahmen des Gesichts und wirken auf Fotos oft dünner als in echt. Füllen Sie Lücken und fixieren Sie sie mit Gel. An den Augen bringt Definition entlang des Wimpernkranzes und gut getrennte Wimpern mehr als viel Farbe.
Lippen: eine Nuance kräftiger
Natürliche Lippen können auf Fotos blass wirken. Wählen Sie einen Ton, der etwas kräftiger ist als Ihre Alltagsfarbe, und ein Satin-Finish statt sehr starkem Glanz, der zu viel Licht reflektiert.
Business-Portraits
Für LinkedIn, die Firmenwebsite oder Pressefotos sollte der Look gepflegt und zeitlos sein. Die Regel: Sie sollten immer noch aussehen wie Sie selbst an Ihrem besten Tag. Kund:innen und Kolleg:innen treffen Sie auch persönlich – das Foto sollte dazu passen.
- Ebenmäßige Haut mit natürlichem Finish
- Definierte Augenbrauen und Wimpern
- Eine Lippenfarbe nah an Ihrem natürlichen Ton, etwas kräftiger
- Eine Frisur, die nicht ins Gesicht fällt
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Make-up für die Kamera ist ein eigenes Handwerk. Gute Hautvorbereitung, kontrollierter Glanz, definierte Konturen und die richtigen Produkte für das Licht machen den Unterschied zwischen „ganz nett“ und einem Foto, das Sie jahrelang lieben.